Fatigue und Fatigability: Wenn Erschöpfung und Erschöpfbarkeit den Alltag bestimmen
Erschöpfung, nachlassende Konzentration oder eine zunehmende körperliche Leistungsabnahme können bei verschiedenen neurologischen Erkrankungen den Alltag erheblich beeinträchtigen. Doch Erschöpfung ist nicht gleich Erschöpfbarkeit: Was sich hinter den Begriffen Fatigue und Fatigability verbirgt und worin der wichtige Unterschied liegt, steht im Mittelpunkt des nächsten Vortrags im Rahmen des VHS-Gesundheitsprogramms des Klinikums Hersfeld-Rotenburg.
Am Donnerstag, 1. Oktober 2026, um 17.00 Uhr spricht PD Dr. Caroline Renner, Chefärztin der Klinik für Neurologie, im Auditorium des Herz-Kreislauf-Zentrums Rotenburg in der Heinz-Meise-Straße 100. Fatigue und Fatigability können insbesondere als Folge neurologischer Erkrankungen auftreten, die das zentrale Nervensystem betreffen – beispielsweise bei Multipler Sklerose oder nach einem Schlaganfall. Während Fatigue die subjektiv empfundene Erschöpfung beschreibt, bezeichnet Fatigability eine objektiv messbare Abnahme der Leistungsfähigkeit. Beide Phänomene können sowohl kognitive als auch motorische Fähigkeiten betreffen und damit Beruf, Freizeit und alltägliche Aktivitäten deutlich erschweren. Bemerkenswert ist dabei, dass subjektives Erschöpfungsempfinden und messbare Erschöpfbarkeit nur in einem losen Zusammenhang stehen.
In ihrem Vortrag erläutert PD Dr. Caroline Renner anschaulich, wie sich beide Begriffe voneinander unterscheiden, wie sich die Beschwerden bemerkbar machen und warum diese Unterscheidung für Betroffene und ihr Umfeld von Bedeutung ist. Das Klinikum Hersfeld-Rotenburg und die Volkshochschule laden alle Interessierten herzlich zu der kostenfreien Veranstaltung ein.


