Schwachstelle im Bauch: Hernien erkennen & behandeln
Brüche, im Fachjargon Hernien genannt, sind Lücken in der Bauchdecke, denen verschiedene Ursachen zugrunde liegen können. Besteht ein solcher „Bruch“, kommt es zum Austritt von Gewebeanteilen oder der Ausstülpung von Baucheingeweide, was Betroffene oft als Fremdkörper erleben und besonders unter körperlicher Aktivität und Belastung schmerzhaft ist.
Die Muskulatur der Bauchwand zeichnet sich zum einen durch passive Stabilität aus, soll aber gleichzeitig aktiv die dynamische Beweglichkeit sicherstellen. Diese Doppelfunktion muss bei der modernen operativen Rekonstruktion der Bauchwand berücksichtigt werden, um den Betroffenen volle Funktionalität und uneingeschränkte Belastbarkeit wieder zu ermöglichen. Die Anwendung der minimal-invasiven oder offenen Operationstechnik erfolgt dabei individuell und in Abhängigkeit von Größe sowie Lokalisation des Bruches, ob kleiner Leistenbruch oder großer Narbenbruch.
Im zertifizierten Kompetenzzentrum für Hernienchirurgie der Abteilung für Allgemein-, Viszeral- und minimal-invasive Chirurgie des Herz-Jesu-Krankenhauses Fulda werden jährlich etwa 800 Bruchoperationen durchgeführt, davon über 70% in minimal-invasiver Operationstechnik (Leistenbrüche zu 95%, Zwerchfellbrüche zu 100%).
Die Schlüssellochchirurgie ist ein schonendes Verfahren und bietet zahlreiche Vorteile für den Patienten: weniger Schmerzen, schnellere Belastbarkeit sowie insgesamt einen kürzeren Krankenhausaufenthalt als nach einer offenen Operation. Die Betroffenen fragen sich häufig, ob ein solcher Bruch operiert werden muss beziehungsweise, was mittels Hernienchirurgie in der heutigen Zeit realisierbar ist. Die Abteilung für Allgemein-, Viszeral- und minimal-invasive Chirurgie unter Chefarzt Dr. med. Christian Berkhoff veranstaltet am Mittwoch, 25. März 2026 um 17:00 Uhr im Foyer des Herz-Jesu-Krankenhauses Fulda ein Arzt-Patientenseminar, um Betroffene und Interessierte über die verschiedenen Ursachen und Merkmale von Leisten-, Nabel- und Narbenbrüchen sowie die aktuellsten Erkenntnisse der ambulanten als auch stationären Hernienchirurgie zu informieren. Welche Therapiemöglichkeiten je nach Befund angezeigt werden, wann eine Operation sinnvoll ist, und welche Verfahren bei entsprechender Indikation angewandt werden können.
Im Anschluss an die Informationsveranstaltung steht der Referent gerne für Fragen zur Verfügung. Alle Interessierten sind herzlich zu der kostenlosen Veranstaltung eingeladen.


