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Starke Frauen – Claudia Michelsen liest Marlene Dietrich
Die Gemeinde Großenlüder lädt am Samstag, dem 23. Mai 2026, zu einem außergewöhnlichen Kulturabend ein: Im Lüderhaus liest die renommierte Schauspielerin Claudia Michelsen aus Tagebucheinträgen, Briefen und Gedichten von Marlene Dietrich. Der Abend steht unter dem Motto „Starke Frauen“.
Claudia Michelsen zählt zu den gefragtesten und vielseitigsten Schauspielerinnen Deutschlands. Die gebürtige Dresdnerin, ausgebildet an der renommierten Hochschule für Schauspielkunst Ernst Busch in Berlin, sammelte ihre frühen Bühnenerfahrungen an bedeutenden Häusern wie der Volksbühne, dem Deutschen Theater und der Schaubühne. Einem Millionenpublikum ist sie heute vor allem als impulsive Hauptkommissarin Doreen Brasch im Magdeburger Polizeiruf 110 vertraut. Darüber hinaus sorgte sie mit ihrer Rolle in der vielfach gefeierten Ku’damm-Reihe für unvergessliche Fernsehmomente. Für ihr künstlerisches Schaffen wurde sie mehrfach ausgezeichnet, unter anderem mit der Goldenen Kamera und dem Grimme-Preis.
An diesem Abend widmet sich die Ausnahmekünstlerin einer anderen Ausnahmekünstlerin: Marlene Dietrich. Nicht dem sorgfältig konstruierten Weltstar mit den ikonischen hohen Augenbrauen, dem herzförmigen Kussmund und den betonten Wangenknochen – jenem „Produkt Marlene Dietrich“, wie die Künstlerin sich selbst einmal nannte –, sondern der Frau dahinter. Mit Tagebucheinträgen, persönlichen Briefen und Gedichten wird ein intimes, berührendes und unverfälschtes Bild einer Frau gezeichnet, die weit mehr war als ihre eigene Legende. Zwei große Künstlerinnen begegnen sich: eine liest die andere.
Die Veranstaltung ist Teil der gemeindlichen Reihe „Orte voller Worte“ und verfolgt das Ziel, hochwertige Literatur- und Bildungsangebote auch im ländlichen Raum zugänglich zu machen. Mit der Lesung über Marlene Dietrich – eine Frau, die für Haltung, Unabhängigkeit und Zivilcourage steht und deren bewusste Distanzierung vom Nationalsozialismus sowie deren eigenständiger Lebensentwurf bis heute hohe gesellschaftliche Relevanz besitzen – verbindet die Gemeinde künstlerische Exzellenz mit gemeinwohlorientierter Zielsetzung. Die Veranstaltung ist barrierefrei zugänglich und richtet sich an ein breites Publikum.
Ermöglicht wird die Veranstaltung auch durch eine finanzielle Förderung aus dem Regionalbudget 2026 der Lokalen Aktionsgruppe (LAG) Fulda Südwest, und zwar im Förderschwerpunkt „Unterstützung von gemeinwohlorientierten Einrichtungen und Angeboten zur Förderung der Demokratie sowie der außerschulischen Bildung“. Mit dem Regionalbudget unterstützt die LAG Fulda Südwest im Rahmen des europäischen LEADER-Förderprogramms Kleinprojekte in der Region. Das Regionalforum Fulda Südwest ist ein eingetragener Verein, dem die sieben Gemeinden Bad Salzschlirf, Eichenzell, Flieden, Großenlüder, Hosenfeld, Kalbach und Neuhof sowie der Landkreis Fulda und zahlreiche weitere öffentliche und private Organisationen aus den Bereichen Wirtschaft, Sozialwesen, Bildung und Naturschutz angehören. Das Fördergebiet umfasst rund 55.000 Einwohnerinnen und Einwohner und ist nach dem Hessischen Landesentwicklungsplan als ländlicher bzw. verdichteter Raum eingestuft. Ziel des Vereins ist es, die Lebensqualität im ländlichen Raum zu verbessern sowie regionale Identität und Zusammengehörigkeitsgefühl zu stärken.
Der Einlass beginnt um 19:30 Uhr, Beginn der Veranstaltung ist um 20:00 Uhr. Die Spielzeit beträgt ca. 100 Minuten inklusive Pause.
Karten sind zum Preis von 12,50 Euro im Vorverkauf im Bürgerbüro der Gemeindeverwaltung Großenlüder erhältlich. An der Abendkasse beträgt der Eintrittspreis 15,00 Euro. Ein frühzeitiger Kartenkauf wird empfohlen.
Die Gemeinde Großenlüder freut sich, mit diesem Abend ein Kulturereignis besonderer Qualität in die Region zu bringen, und lädt alle Interessierten herzlich ein.
Auskünfte und Kartenvorverkauf: Bürgerbüro der Gemeindeverwaltung Großenlüder, St.-Georg-Straße 2, 36137 Großenlüder (Erdgeschoss). Telefonisch erreichbar unter 06648 / 95 00-14, per E-Mail unter buergerbuero@grossenlueder.de.


