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Vortrag des Geschichtsverein – Fulda in der olympischen Propaganda 1936
Zu einem Vortrag „Fulda in der olympischen Propaganda 1936“ lädt der Fuldaer Geschichtsverein am Mittwoch, 5. August 2026, um 19 Uhr, in das Forum Kanzlerpalais, Unterm Heilig Kreuz, ein. Referent ist der in Fulda geborene Historiker Alexander Kropp aus München. Der Eintritt ist frei.
Im Sommer vor 90 Jahren stand ganz Deutschland im Zeichen der Olympischen Ringe: Nachdem bereits im Februar 1936 in Garmisch-Partenkirchen die IV. Olympischen Winterspielen durchgeführt worden waren, die quasi als „Testlauf“ galten, fanden vom 1. bis 16. August 1936 die XI. Olympischen Sommerspiele in der damaligen Reichshauptstadt Berlin statt.
Die Spiele von Berlin trugen jedoch nicht nur den Charakter einer internationale Sportgroßveranstaltung, sondern waren auch die ersten Medienspiele moderner Art, wie sie die damalige Welt zuvor nicht kannte. Und: sie waren politische Spiele, nutzte doch das damalige NS-Regime die Olympischen Spiele massiv für seine Propaganda, die den damaligen Gästen ein letztlich manipuliertes Bild vom „schönen, friedlichen, neuen Deutschland“ präsentieren sollte. Judenfeindliche Schilder oder antisemitische Parolen waren während der Spiele im öffentlichen Raum nicht zu sehen bzw. zu lesen, sondern das Deutsche Reich präsentierte sich weltoffen und friedfertig.
Vor diesem Hintergrund müssen auch Aktivitäten gesehen werden, die deutsche Städte in diese Propaganda einbanden und ihnen im Rahmen der Sommerspiele eine Bühne boten. Neben vielen anderen gehörte die hessische Barockstadt Fulda auch dazu.
Der Vortrag „Fulda in der olympischen Propaganda 1936“ beschreibt und analysiert erstmals diese Propagandamaßnahmen, in denen die Stadt Fulda involviert war, und zeigt auf, wie und in welchem Rahmen sich Fulda bei den Sommerspielen 1936 in Berlin präsentierte und wie dies medial „zu Hause“ vermittelt wurde


